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Strahlen

BaNaSa Strahlercamp 2010 / 1. Tag
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 1. TagEin Jahr warten und nur davon sprechen und träumen können endlich wieder dort oben weiterzugrübeln hat ein Ende.
Wir fuhren bei Regen durch das total verhangene Haslital an die Oberaar.
Die Last ist bereit mit allem Nötigen um eine Woche über die Runden zu kommen.
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 1. Tag6 Stunden warten wären uns sicher länger vorgekommen, wären da nicht noch 3 österreichische Individuen mit den selben quarzigen Grübelsymtomen da gewesen. Es war interessant mit ihnen über Funde, Börsen, Bewilligungen und das Steinfieber im allgemeinen zu diskutieren. Das Interesse einander zu Hause mal in die Vitrinen zu gucken wurde geweckt.
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 1. TagUm 09.30 Uhr sollte der Heli kommen, er kam aber erst um 14.30 Uhr als sich die Schlechtwetterfront einigermassen verzogen hatte. Zuerst schwebten die „Hofer-Buam“ mit Kollege ihrer Fundstelle zu, anschliessend wir der unsrigen.
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 1. TagWir sitzen an unserem letzjährigen Granitküchentisch und warten auf unser Material.
Beim Rückflug schnappte er sich unterwegs den vorgestern bereitgestellten Sack und stellte ihn auf den Anhänger.
Und jetzt schwebt sie daher, unsere komplette Ausrüstung.
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 1. TagJeder packt an. Das Material vom Winterlager unter dem grossen Block wird herbeigeschafft. Die Zeltplattform nimmt Gestalt an. Etliche Jauchzer ertönen, wir sind da!!!
Und dann der Tiefschlag. Savi der das Fass auspackte das wir den Winter durch da liessen meinte ganz ruhig und gefasst:
„ Jetz muesses de cho, i gse scho fasch ufe Bode abe, susch heimer de ä keis Zält“.

WIR HABEN KEIN ZELT, PUNKT

Es ist 16.00 Uhr. Wie weiter? Wo ist es? Hier gibt es keine Telefonverbindung!
Wir haben Schaltafeln, Balken und Plachen mit dem könnte eventuell etwas gebastelt werden. Bleiben wir dann bei einem Gewitter trocken? Fehlt uns das Material dann nicht bei der Kluft auf Kosten der Sicherheit?
In heroischer Manier bietet sich Savi an, abzusteigen und das Zelt morgen, sofern es bei einem von uns dreien zu Hause zum Vorschein kommt, zu bringen.
Um wenigstens die Spur für die nötige Gletschertraverse gesichert zu machen begleitet ihn Nando. Zum Glück, denn auf dem vernebelten Gletscher bricht Nando, nicht tragisch, aber doch ein.
Ich beschäftige mich mit dem basteln eines Nachtlagers für 2 Personen.
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 1. TagEs rückt gegen 19.00 Uhr. Wo ist Nando? Ich packe meinen Rucksack! Um 19.00 Uhr werde ich nachschauen gehen was los ist. Letztes mal einen Blick durch den Feldstecher ………….. und ich sehe ihn!!! Uff tut das wohl!
Nun ist kochen angesagt. Beim Essen berichtet Nando vom Spaltensturz und dass das Zelt bei ihm zu hause zum Vorschein kam.
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 1. TagZu Hause beim Packen war das Zelt nie ein Thema, denn es ist ja oben im Fass! Wir beide hofften, dass Savi wohlbehalten an die Oberaar kam.
Mit den Palettramen, Balken und Plachen liess sich für uns 2 eine ganz akzeptable Unterkunft bauen.
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 1. TagMorgen Vormittag werden wir erst mal bei der Fundstelle wirken und dann gemeinsam Savi begegnen gehen.


BaNaSa Strahlercamp 2010 / 2. Tag
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 2. TagDie kalte Nacht konnte uns nichts antun.
Als Morgengruss bemerkte mein Zimmergenosse zum Schlafsack heraus, dass jemand fürchterlich geschnarcht habe. Da ich nichts gehört hatte, konnte ich ihm nicht helfen und verliss sofort das Chalet um Kaffeewasser über zu tun.
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 2. TagDer Frost hat in der Nacht in den nassen sandig-erdigen Flächen wunderschöne stängelige Eisaggregate wachsen lassen. Genau diese Gebilde werden bei der ersten Sonneneinstrahlung zusammenbrechen ihre Last fallen lassen und in steilem Gelände unter Umständen Steinschlag auslösen.
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 2. TagEin wunderschöner Tag erwacht!
Wir stapfen mit den „Gräppeni“ der Fundstelle zu.
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 2. TagDer Winter hat gewirkt. Von unserer letztjährigen Locherei sah man nichts, geschweige denn von unserem Werkzeug, alles ist überschüttet.
Wir schauen uns das Gelände mit den zum teil labilen Blöcken eingehend an um eine Strategie für das weitere Vorgehen festzulegen.
Um sicher zu sein, eine allfällige kristallführende Schicht oder Kluft nicht zu verpassen, graben wir auf der Höhe wo Nando sitzt horizontal in den Berg hinein.
Am Mittag sind einige Kubik Schutt und Geröll abgetragen. Kluft ist keine in Sicht, dafür behindern uns nun ein paar grosse Blöcke beim weitergraben.
Es ist Zeit uns auf den Weg zu machen Savi zu begegnen.
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 2. TagWie vereinbart treffen wir Savi oben auf dem Grat......MIT ZELT!!!!!
Danke Savi!
Den Rest des Tages streifen wir durchs Gelände mit der Hoffnung eine neue Fundstelle zu entdecken. Anstatt durch die steile Bergflanke direkt zum Camp zu gelangen, muss ich einen langen und anstrengenden Umweg machen und komme lange nach den andern zum Camp.


BaNaSa Strahlercamp 2010 / 3. Tag
Filmli
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 3. TagDie Graberei kann weitergehen. Vorsichtig arbeiten wir uns in den Hang hinein. Ab und zu ist ein Strahl im Schutt eingelagert was dafür spricht, dass die vermeindliche Kluft nicht unter uns ist.
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 3. Tag2
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 3. Tag3
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 3. Tag4
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 3. Tag5
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 3. Tag6
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 3. Tag7
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 3. Tag8
BaNaSa Strahlercamp 2010 / 3. Tag9


BaNaSa Strahlercamp 2010 / 4. Tag


BaNaSa Strahlercamp 2010 / 5. Tag


Fundstellenaufputz 2010
Fundstellenaufputz 2010"Im Frühtau zu Berge wir strahlen fallera" oder so ähnlich.
Fundstellenaufputz 2010Auf jeden Fall lohnt es sich schon einzig für solche Anblicke am Morgen früh widerwillig dem Bett zu entfliehen.
Fundstellenaufputz 2010Die Flockenkluft. Viele hundert Spitzen mit fantastischen Ankeritflockenphantomen gab sie schon her, leider nur eine einstellige Prozentzahl unbeschädigt.
Fundstellenaufputz 2010Mittlerweile ist der Klufteingang um die 4 Meter ob dem Gletscherrand. Mit den Steigeisen und der Stirnlampe zwänge ich mich in das Dreckloch und reiche Dres in einem Plastiksack Aushubmaterial als Wundertüte hinaus. Das verdrückte und verschwemmte Quarzband ist immer wieder für Überraschungen bereit. Die Kluftdecke wird allmählich unstabil und tönt beim dranschlagen wie eine Kartonschachtel. Wir beschliessen, die Kluft für ein zwei Winter der Erosion zu überlassen.
Fundstellenaufputz 2010Die ganze, nun schon 2 Winter eingelagerte Campausrüstung und etliche Strahlen stehen zum Abflug bereit.
Nach der Beschriftung der Fundstelle ist unser vorgesehenes Tagwerk vollbracht.
Fundstellenaufputz 2010Ein Minimum an Ausrüstung deponieren wir im schneefreieren Gelände.
Fundstellenaufputz 2010Nando und ich steigen nun hoch zu Dres und Savi. Es scheint, dass die beiden etwas haben, und tatsächlich ergrübeln sie ein paar schöne Spitzen und Doppelender.
Fundstellenaufputz 2010Nachdem Nando und ich auch noch einen Streifzug gemacht haben, treffen wir uns zu abgemachter Zeit auf dem Grat, um gemeinsam die heikle Stelle zu bewältigen.
Fundstellenaufputz 2010Wenn die Gämsen da ohne Seil durchkommen, werden wir es mit wohl auch schaffen.


BaNaSa Strahlercamp 2009 / 1. Tag
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 1. TagBaNaSa steht für Bat, Nando und Savi. Im Winter wurde die erste Augustwoche für unser gemeinsames Strahlercamp fixiert. Wohin? Nun Nando kurvte im Google Earth an der Grimsel herum und sagte HIER!!! Also machten wir die Helilast bereit und zogen los. Elsi begreift nicht, dass man ohne eröffnete Fundstelle mit so grosser Kelle anrichten kann. Nun das Glück soll es richten!
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 1. TagNaSa steigen in aller Frühe hoch um im vorgesehenen Gelände einen Platz fürs Camp vorzubereiten.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 1. TagAls ich am Nachmittag mit dem Material durch die Lüfte anschwirrte, war die Granitfeuerstelle samt Tisch und Stühlen bereits gebaut und der Zeltplatz präpariert.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 1. TagSofort wird mit dem aufstellen der Zeltplattform begonnen. Alles geht Hand in Hand und nebenbei kocht Nando das z'Nacht.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 1. TagDie Auslegeordnung kann man auch als Puff bezeichnen. Will man das Material am nächsten Morgen aber trocken haben, ist es ratsam alles zu verräumen und abzudecken.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 1. TagDer erste Abend! Wir 3 haben es geschafft, uns hier oben für ein paar Tage einzurichten. Hungern und dürsten wird uns nicht. Nun hoffen wir dass das Wetter mitmacht und uns vielleicht das eine oder andere glitzrige Steinchen über den Weg läuft.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 1. TagNach dem z'Nacht machten wir einen Ausflug auf die andere Seite des Schneefeldes. Dem Schneerand nach aufsteigend ging es nicht lange und ich fand ein fingergrosses Spitzli. Kurzum Nando auch. 5 Minuten später sind wir am graben, weitere 5 Minuten später liegen um die 50 frisch gegrabene Strahlen vor uns. Sagenhaft!!!!
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 1. TagUnsere Jauchzerei rief nun auch Savi auf den Plan. Die Nacht kommt, das wenige Verpackungsmaterial das wir in den Rucksack steckten brauchten wir restlos.
Der morgige Tag wird ausgebucht sein, und das nicht mit suchen sondern mit bergen, gspunne!!! Nach Bier und Kaffee gehts zufrieden ab in den Sack.


BaNaSa Strahlercamp 2009 / 2. Tag
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 2. TagWas bringt uns der heutige Tag? Voll Elan krochen wir aus dem Schlafsack. Feuer machen, anziehen, das z'Morgen auftischen, Rucksack packen, eincremen und ab gehts!
Um unser Zustieg zur Fundstelle sicherer zu machen war Nado besorgt für die Felsräumung. Unterhalb dieser Stelle im sehr steilen Felsaufschwung brachten wir 2 Felshaken und Reepschnüre an, um vor allem die heiklen Abstiege mit schwerem Sack sicherer zu machen.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 2. TagUnd dann konnte es los gehen. Und wie ging es los. Mit dem Pickel konnte der lose Schutt nur weggezogen werden um dann bei Anzeichen von Kristallen mit blossen Händen die sorfältige Bergung zu vollziehen.
Allmählich bildete sich eine komfortable Terrasse im Hang, mit dem Nachteil, dass die oberhalb liegenden grossen Blöcke unstabil wurden. Diese konnten von uns immer genau beobachtet werden und wenn nötig in die Tiefe verfrachtet werden. Steinschlag war da im Gegensatz unberechenbarer. Wir alle drei hatten immer Augen und vor allem die Ohren offen um sofort in vorbestimmte Deckungen zu springen.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 2. TagDie ersten Lasten bestanden aus Einzelspitzen und Stufen ohne ein Anzeichen von Gwindelbildung. Aber oha, plötzlich ein ungläubiges "was söll de das?" von Savi. Er, der zuvor noch nie das Glück hatte einem Gwindel ans Tageslicht zu helfen, hielt einen perfekten, glasklaren Gwindel in der Hand.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 2. TagIn derselben Tasche, (siehe Film oben) befand sich auch dieses noch perfektere Stück mit einem angewachsenen Zapfen. Momente die bleiben!!
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 2. TagAlles graben brachte am späteren Nachmittag allmählich nichts mehr. Die quarzführende Schicht lief aus. Also ist es halt aus! Irgendwie ist man enttäuscht, aber die Enttäuschung war bei uns doch an einem sehr kleinen Ort, denn von so etwas träumen und dann tatsächlich zu erleben sind zwei paar Schuhe.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 2. TagDer restliche Tag war ausgefüllt mit Strahlen- und Werkzeugtransport zum Camp. Ein paarmal in den Schnee drücken und sauber sind die Spitzen, einen Moment in den Schnee legen und kühl ist das Bier. Ein Spitzenbier!
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 2. TagNando mit einem schelmischen Lachen zwischen Kochstelle und Esstisch am zubereiten des Nachtessens.
Das Wetter im Moment Sonnenschein und warm. Doch die Prognose sagt für Morgen ab dem Mittag schlecht voraus. Wir beschliessen, morgen Vormittag einen Streifzug ob dem Camp zu machen und uns wenn möglich zu Hause mit dem Handy bemerkbar zu machen.


BaNaSa Strahlercamp 2009 / 3. Tag
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 3. TagGeschlafen wie die Herrgötter nur ab und zu kurz wahrgenommen wie in der nahen Umgebung Steinschlag mit zum Teil heftigem Getöse niederging. Startbereit machen und los geht’s.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 3. TagIm guten Trittschnee steigen wir hoch zu den Felspartien um dann gemeinsam möglichst auf gleicher Höhe seitlich versetzt das Gelände abzusuchen. Nichts aber gar nichts hat es hier.
Je höher wir stiegen je mehr frischte der Wind auf und Wolken zogen auf. Dann ging es schnell. Vereinzelte Tropfen, dann Graupel, fernes Donnern und da war die Front. Im Regengewand harrten wir eine Weile in Gratnähe unter einem grossen Fels aus.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 3. TagDann wurde das Gewitter auf einmal so heftig und die Blitze schlugen in beängstigender Nähe mit entsprechend urgewaltigem Lärm ein, dass uns nicht mehr ganz "z'Gschmöch" war. Damit unser Erscheinungsbild in absehbarer Zeit nicht dasselbe sein wird wie das der Gemse auf dem Bild, begaben wir uns fluchtartig halb gehend halb rutschend im nun mittlerweile in Schnee übergegangenen Regen Richtung Camp hinunter.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 3. TagDie grosse Kunst war nun, möglichst wenig Nässe ins Zelt mitzunehmen da alles an uns regelrichtig pflotschnass war.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 3. TagOb dem Prasseln auf dem Zelt und dem nicht enden wollenden Steinschlagkonzerts schliefen wir in den warmen Schlafsäcken kurzum ein. Nach dem ausgedehnten Mittagsschlaf ging es ans Jassen. Die Ernsthaftigkeit lies zu wünschen übrig, umso grösser war aber der Spassfaktor.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 3. TagPetrus hatte am Tagesende doch noch einen Lichtblick den er uns schenkte. Ohne Niederschlag reichte es vor dem Einnachten etwas zu kochen. Nando als Feinstaubfilter und Blasbalg kochte im Nebeneffekt ein feines z’Nacht.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 3. TagDer Fressnapf mitten im Zelt und 3 hungrige Möchtegernstrahler darum.
Was wird wohl Morgen? Die Prognosen sind ähnlich wie für heute.


BaNaSa Strahlercamp 2009 / 4. Tag
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 4. TagWir lassen es gut Tag werden, denn es regnete die ganze Nacht.
Immerhin, die Sonne scheint jetzt, also raus aus dem Zelt und rein die die zum teil feuchten Klamotten. Solange das Wetter hält wollen wir eine Zone weiter unten inspizieren gehen. Im Feldstecher sah diese vielversprechend aus.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 4. TagNach einer Felspartie mussten wir einzelsprungweise, mit den Steigeisen an den Füssen, über ein hartes Firnfeld queren das stark Steinschlaggefärdet war. Mir sprang dabei fast die Lunge samt dem Herz aus der Brust. Nach 3 solchen Aktionen konnten wir die besagte Zone absuchen. Das verheissungsvolle schöne Quarzband entpuppte sich als eine derbe Masse ohne jegliche Kristallation……und es gab die ersten Regentropfen!
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 4. TagDer Himmel sah auch dementsprechend aus. Die Wolken kamen von Nordwesten bedrohlich tief daher, was bedeutete, dass wir bald eingenebelt sein werden. Also nichts wie ab! Die anstrengende Querung wollte nicht enden.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 4. TagWieder ausserhalb der von Steinschlag gefährdeten Zone angelangt, ging es nicht lange und es schneite. Zum Glück sehr nass, so dass der Schnee nicht richtig ansetzte. Wie am Vortag kamen wir wieder pflotschnass beim Camp an.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 4. TagDiesmal gingen wir sofort ans Jassen. Mangels Schreibzeug ritzte Nando mit einem Messer aus seiner eigenen Messerschmiede die Resultate auf die Pralinenschachtel. Savis grosse Menge an eingespielten Härdepfel hätten ein z’Nacht für alle ergeben. In fleissigen Abständen mussten wir von innen den schweren Schneepflotsch vom Zelt schütteln. Das waren aus strahlerischer Sicht zwei nicht erfolgreiche Tage. Morgen soll wieder gutes Wetter sein.


BaNaSa Strahlercamp 2009 / 5. Tag
Tatsächlich, Prachtswetter! Doch mir war gar nicht zum ausrücken zu Mute. Ich hatte miserabel geschlafen und fühlte mich allgemein nicht gut. Die Sprints und die geringe Flüssigkeitsaufnahme von gestern haben das ihre dazu beigetragen. Nando und Savi beschliessen eine Zone nicht so weit vom Camp weg abzusuchen. Ich kann sie die ganze Zeit beobachten. Um die Mittagszeit sind sie zurück, leider erfolglos. Mittlerweile bin ich wieder beieinander. Dagegen hat nun Nando keinen Pfupf mehr.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 5. TagDen ganzen Morgen studiere ich an unserer Fundstelle herum. Irgendwie ging mir nicht auf wo wir die ersten 2 Spitzen fanden und wo wir dann fündig wurden. So kam es, dass Nando im Camp blieb, ich die Fundstelle genauer anschauen ging und Savi schräg oberhalb der Fundstelle etwas erspiegeltes genauer ansehen wollte.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 5. TagDann stand ich da, rechts unsere ausgeräumte Zone, links Blöcke, Steine und Schutt. Die 2 Spitzen konnten definitiv nicht von rechts gekommen sein. Das heisst links muss sondiert werden. Ein paar Meter links auf gleicher Höhe setzte ich den Pickel an. Was dann abging, wie soll man das beschreiben? Sofort kann ich schöne Spitzen und kleine Stufen aus dem Schutt herauslesen. Es weiss der Kuckuck, wahrscheinlich jauchzte, brüllte, jolte und lachte ich alles miteinander, auf jeden Fall war Savi sofort da und Nando stampfte vom Camp los zu uns.
Zu dritt wurde nun Schutt abgetragen und Strahlen weggetragen. Das Depot überquoll im nu, denn bergen geht schöner als verpacken. Durch die Graberei wurden grosse Blöcke allmählich unstabil und mussten auf möglichst elegante Art beseitigt werden. Zudem war man immer angespannt wegen dem möglichen Steinschlag.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 5. TagEin Strahlenmeer, bereit um in die Fässer verpackt zu werden.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 5. TagDie zwei letzten Lasten des Tages besorgten Nando und Savi. In dieser Zeit kochte ich das Nachtessen und verpackte Strahlen in die Fässer. Zum und nach dem z’Nacht schwelgten wir so richtig im erlebten vom Tage und genossen dazu feinen Wein und Kaffee. Ein Wehrmutstropfen blieb, denn………………………………
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 5. TagMorgen ist unser letzter Tag hier oben. Einerseits gut denn uns geht das Verpackungsmaterial aus, anderseits schlecht, denn mit viel Fantasie und Euphorie schätzten wir die weitere Ergiebigkeit der Fundstelle so hoch ein, dass es verwegen wäre dies aufzuschreiben.


BaNaSa Strahlercamp 2009 / 6. Tag
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 6. TagSo früh und erste noch alle drei zusammen waren wir noch nie aus den Säcken. Im Anschluss ans z’Morgen wurde das Camp abgebrochen. Unter einem Felsblock deponierten wir Material welches das nächste mal wieder gebraucht wird. Der Rest kam in die Palette.
Der Heli ist auf 17.00 Uhr bestellt damit wir noch ein flottes Tagwerk machen können.
Savi will nach dem Mittag alleine an die Oberaar laufen. Nando und ich werden den bequemen Luftweg nehmen.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 6. TagUnd dann, dann endlich ging es ab zur Fundstelle! Alles vorhandene Verpackungsmaterial kam mit. Hei, waren wir gespannt was uns erwartete. Und tatsächlich, wir brauchten nur sorgfältig zu Graben und die Strahlen purzelten uns entgegen. Das Verpackungsmaterial wurde rarer und rarer.
In der Nacht hatte es leichten Frost. Jetzt scheint die Sonne vom wolkenlosen Himmel. Weit ob uns ist ein Firnfeld. Steinschlag ist möglich.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 6. TagUm Savi beim schweren Lastgang zum Camp nicht durch von uns ausgelösten Steinschlag zu gefährden, Halten Nando und ich im Grübeln inne und schauen ihm beim Abstieg zu.
Vor dem Verschwinden ruft Savi aus heikler Lage zu uns rauf „ chöndmer de scho Reinhold säge „. Nando und mich schüttelt es fast vom Berg vor Lachen.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 6. TagMittag war vorbei, Savi verstaute die Strahlen im Fass und machte sich auf den Abstieg. Wir zwei wollten noch bis cirka 15.00 Uhr grübeln. Aber es kam anders!!
Beide schreckten ab und zu auf wenn kleine Steinchen neben und über uns durchflogen.
Plötzlich tönte es von hoch oben nach gröberem Geschütz. Sofort suche ich Schutz unter einem Stein, Nando sehe ich nach links weg springen zu einem kleinen Felsvorsprung. Und dann zischte, tätschte, surrte und polterte es….Stille!....
Ich hatte nicht abbekommen. Wo ist Nando? Ich rufe. Da kommt der orange Helm zum Vorschein, knapp darunter ein aschfahles Gesicht. Auch er, gesund! Genau dort wo er am grübeln war als es losging war ein Einschlagloch so gross wie ein Fussball im Schutt. Jetzt ging es schnell, während der eine Wache hielt markierte der andere die Fundstelle mit Werkzeug und Visitenkarten, räumte auf und verpackte die geborgenen Strahlen. Dann nichts wie ab in angemessenem Abstand.
Das war erschreckend knapp!!
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 6. TagDank der Erosion finden wir Strahlen, aber genau sie ist es immer wieder die uns droht und Grenzen aufzeigt. Nun hatten wir viel Zeit bis der Heli kam. Wir sahen und hörten bei der Fundstelle keinen Steinschlag mehr aber uns hätte niemand mehr hingebracht.
Pünktlich traf die fliegende Wundermaschine ein. Zu unserer Freude sass Gleitschirmkollege Schilbi hinter dem Steuerknüppel.
BaNaSa Strahlercamp 2009 / 6. TagKurze Zeit später waren wir zurück in der Zivilisation. Sehr unzivilisiert waren unsere Ausdünstungen nach 5 Tagen Waschabstinenz. Savi traf fast mit uns ein. Bei einem Drink mit dem Piloten und dem Flughelfer schenkten wir beiden einen schönen Phantomquarz. Danach ging es mit dem Auto ab nach Hause………………unter die Dusche.


BaNaSa Strahlercamp 2009 / Quarzteilet
BaNaSa Strahlercamp 2009 /  QuarzteiletFrisch geduscht genossen wir gestern Abend gemeinsam mit unseren Frauen im Garten zu grillen. Eine mit speziell schönen Strahlen gefüllte Kiste überliessen wir den Frauen zum auspacken.
Am anderen Morgen ging es dann richtig ans auspacken. Die Strahlen schwenkten wir kurz im Wasser, damit die Qualität beurteilt werden kann wenn es ums teilen geht.
BaNaSa Strahlercamp 2009 /  QuarzteiletNebst den 2 grossen Fässern konnten wir diverse Säcke und grössere Stufen auspacken. Die Kistchen türmten sich bald ringsum.
BaNaSa Strahlercamp 2009 /  QuarzteiletWochen später dann der grosse Tag, der Teilet!
3 Strahler verteilen 1 Fund auf 3 Tische.
Ein guter Tropfen darf dabei nicht fehlen.
BaNaSa Strahlercamp 2009 /  QuarzteiletAngestrebt wird, immer 3 möglichst gleichwertige und gleichartige Stücke zu finden, für jeden Tisch eines. Gegen Ende geht das Verteilen immer zügiger voran, da Stücke von minderer Qualität am Schluss zurückbleiben.
BaNaSa Strahlercamp 2009 /  QuarzteiletDie Würfel können fallen.
Die Tische sind prall gefüllt. Welchen Tisch bekommt man wohl, welchen hätte man am liebsten. Auf jedem Tisch hat es Stücke die man kennt da man sie selbst geborgen hat oder man hat sonst speziell Gefallen an dem einen oder anderen.
BaNaSa Strahlercamp 2009 /  QuarzteiletTisch 1, 2 und 3.
Höchste Zahl Tisch 1, tiefste Zahl Tisch 3.
BaNaSa Strahlercamp 2009 /  QuarzteiletDie Würfel sind gefallen. Jeder weiss was ihm gehört. Jetzt steht die grosse Arbeit das Reinigen steht als letzter Schritt bevor. Vom Entschluss eine Strahlertour zu unternehmen, bis dahin, wenn ein funkelnder Stein in der Vitrine steht, ist ein sehr langer Weg.
BaNaSa Strahlercamp 2009 /  QuarzteiletSTRAHLEN ist ein Hobby aus einer Kombination von Bergsteigen, Kameradschaft und der Hoffnung, ein paar schöne Steine zu finden.Gehirne welche vom Virus „Quarzensis-glitzerius“ befallen sind bleiben es in vielen Fällen Zeit lebens.
Prost auf das Strahlen und darauf, dass wir so reiche Ernte unfallfrei eintragen durften. Ein Danke auch an unsere Frauen, nicht etwa dass sie uns schickten, aber dass sie uns ziehen liessen!
Wir hoffen nun auf ein frühes Ausapern und sind unglaublich gespannt was sich an dieser Fundstelle noch tut.


Herbsttag in der Rotlaui
Herbsttag in der RotlauiDas Unwetter vom August 2005 hatte in der Rotlaui viel Hangfläche zum Abrutschen gebracht. Die sehr steilen und äusserst unstabilen Grabenflanken sind eine nahgelegene Weide für Strahler. Ein kleines Glitzern löste bei mir das grosse Grübeln aus.
Herbsttag in der RotlauiSiehe da, es scheint sich zu lohnen. Elsi mit einer glasklaren, nein natürlich kristallklaren, Rotlauistrahlen am strahlen. Ob's noch mehr werden?
Herbsttag in der RotlauiTypisch Rotlaui. Alles zerrüttet und in Kristallführenden Zonen mit schmierigem Lehm verklebt. Bei genauem Hinsehen entdeckt man das eine oder andere Spitzli auf dem Bild.
Herbsttag in der RotlauiElsi selektiert den Fundus bei der Fundstelle mit Tiefblick zur Passstrasse. Bei Regen oder starkem Föhn wäre man hier dem Dauersteinschlag ausgesetzt.
Herbsttag in der RotlauiVerpacken im steilen und rutschigen Gelände. Wenn sich im Kluftlehm etwas grosses Hartes befindet und man merkt, dass es Kristall ist, wird der ganze Klumpen eingepackt. Der Lehm ist als Schutz für den Transport ausgezeichnet.
Herbsttag in der RotlauiHat es sich gelohnt die Lehmklumpen hinunter zu tragen?
Herbsttag in der RotlauiDie Spannung steigt! Es sieht verheissungsvoll aus.
Herbsttag in der RotlauiTatsächlich, der Lehm gibt eine prächtige Handstufe frei.
Die Auslese eines Herbsttages in der Rotlaui.
Herbsttag in der RotlauiWie oft ist man schon in der Rotlaui rumgekrochen und rumgestiegen und hatte am Abend nicht viel mehr als "Kristallblühtenstaub". Dieses mal war uns das Glück hold.


Fossilientour
FossilientourErdgeschichte pur. Hier vorne im Urbachtal gibts Fossilien und hinten im Tal prächtige Bergkristalle.
FossilientourAnzeichen sind da.
FossilientourDas sind nicht nur Anzeichen, da fand damals ein allgemeines zur Ruhe legen statt.
FossilientourDie Spannung steigt.
FossilientourDer Schraubenzieher legt es an den Tag.
  
orthophoto by: